DAS COOLSTE FEUERWEHR-MAGAZIN

GANZ SCHÖN FLEXIBEL

Ganz schön flexibel

TEXT GERNOT FRIESCHER
FOTOS PEIFER

Die Wörter „flexibel“ oder „Flexibilität“ finden in dieser Zeit öfter Gebrauch als je zuvor. Das gilt auch für die Feuerwehrbranche. Wir beziehen diese Eigenschaft jedoch nicht auf Personen, sondern auf PSA, genauer gesagt auf Einsatzkleidung mit Stretch-Funktion. In Österreich übernimmt der renommierte Feuerwehrausstatter PFEIFER auch bei diesem Thema eine Vorreiterrolle.

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Wir bieten bis März 2023 für jedes Bundesland tolle Aktionen an!
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Seit März 2022 bietet der österreichweit tätige Feuerwehrausstatter PFEIFER die Einsatzbekleidung für alle Bundesländer ausschließlich mit Stretch-Material an. Die Gründe für diese Entscheidung erklärte uns Herr Gerhard Pfeifer in einem Telefonat persönlich: „Zum einen werden Einsatzbekleidungen mit Stretch zunehmend von den Verbänden vorgeschrieben und zum anderen bietet diese Textiltechnologie einige wesentliche Vorteile zu den bisher verfügbaren Modellen.“

Bequem wie Freizeitkleidung, bloß besser!

„Das Feedback von Feuerwehren, die unsere neuen Einsatzbekleidungen bereits verwenden, ist enorm positiv“, resümiert Herr Pfeifer die seit März 2022 stattgefundene Umstellung. So kann dank der Stretch-Funktion die Passform wesentlich erhöht werden, was zu einem gesteigerten Tragekomfort führt. Selbst die bisher schon bemerkenswerte Reißfestigkeit wird bei Einsatzbekleidung mit Stretch um das 5-fache übertroffen. Ein Lichtbogenschutz sowie Elektrostatik werden ebenso erreicht. Besonders angenehm schlägt sich auch die große Gewichtsreduktion von bisher 300 g/m² Gramm auf 260 g/m² Gramm zu Buche.

Produziert wird nach Bestellung

Neben der Materialumstellung der neuen Stretch-Bekleidung hat sich im Hause Pfeifer auch die Lagerlogistik bzw. Lagerhaltung komplett geändert. „Wissen Sie, früher gab es für ganz Österreich ein oder zwei Modelle in den gängigsten Größen. Heute bieten wir unsere neue Stretch-Einsatzbekleidung in 43 verschiedenen Größen bzw. 5 verschiedenen Längen an. Es ist in der Lagerhaltung somit alleine vom Platzbedarf unmöglich, hier alle Größenvarianten in hundertfacher Stückzahl auf Lager zu legen“, begründet Herr Pfeifer sein neues Lagerkonzept. Das bedeutet, dass jede der neuen Stretch-Einsatzbekleidungen individuell gefertigt wird. Hier ist laut Hr. Pfeifer mit einer Lieferzeit von ca. 2 Monaten zu rechnen. Dafür kann der Kunde aber auch darauf vertrauen, dass die hochwertige Bekleidung ausschließlich in der eigenen Werkstätte in Leibnitz/Österreich sowie in Kroatien gefertigt wird. Nur durch die Produktion durch Fachkräfte in Europa ist die von Pfeifer gebotene Qualität zu erreichen. Somit werden nicht nur alle Vorgaben der österreichischen Feuerwehrverbände erfüllt, auch Normen wie z.B. EN16689:2017 werden zum Teil sogar übererfüllt. Auch sämtliche Anforderungen für den Einsatz in der Technischen Hilfeleistung/Rettung sind gegeben.

BHM 01-2023 Fokus - Ganz schön flexibel

Laut Gerhard Pfeifer gibt es keine bequemere Einsatzkleidung als jene mit Stretch und er dürfte Recht haben. Gut gefüllte Auftragsbücher unterstreichen die Akzeptanz bei den Feuerwehrleuten. In Österreich ist der Feuerwehrausstatter einer der Ersten überhaupt mit Stretch-Einsatzbekleidung im Sortiment.

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Einsatzkleidung aus Stretch ist bequem wie Freizeitkleidung, aber wesentlich robuster
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Beste Performance und enorme Nachfrage

Das Fachwissen und die Fähigkeiten eines ursprünglich gelernten Herrenkleidermacher-Meisters kommen Gerhard Pfeifer bei der technischen Umsetzung seiner Produkte sehr entgegen. So weist seine neue Stretch-Einsatzbekleidung raffinierte Details auf wie etwa die Möglichkeit, die Einsatzhose und Einsatzjacke mittels Zip zu verbinden. Diese Eigenschaft fordern mittlerweile immer mehr Bundesländer und machen diese auch zur Vorschrift. Doch dabei endet die Erfahrung und das meisterliche Wissen von Herrn Pfeifer nicht. So übernimmt seine neue Einsatzbekleidung eine Führungsrolle in der Kombination aus Stretch-Eigenschaften, Antistatik, Lichtbogenschutz und Gewichtsersparnis.

Dem zunehmenden Thema von Vegetations- und Waldbrandeinsätzen ist die Stretch-Einsatzbekleidung natürlich auch gewachsen. So werden sämtlich Vorschriften, wie es sie etwa im Burgenland, der Steiermark, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg bereits gibt, zuverlässig erfüllt.

Zweifelsfrei ist dem erfahrenen Ausstatter und seinem Team mit der neuen Stretch-Einsatzbekleidung wieder ein großer Wurf gelungen. Das untermauern auch die gut gefüllten Auftragsbücher, was in unsicheren Zeiten wie diesen eine ganz besondere Leistung darstellt. Kein Geheimnis macht Herr Pfeifer daher aus seiner Auftragslage: „Bei den neuen Einsatzblusen und -hosen mit Stretch haben wir momentan über 1000 Stück in Vorbestellung und bei den Dienstblusen und -hosen haben wir ebenfalls fast 1000 Stück in Auftrag.“  Neben der besonderen Qualität trägt wohl auch der Service, den Pfeifer seinen Kunden bietet, ein Schäufelchen bei. Präsentation und Anprobe direkt bei der Feuerwehr sowie besondere Aktionen wie etwa gratis Bestickung der Einsatzbekleidung mit Landeswappen, Feuerwehrname und persönlichen Namen kommen bei Feuerwehren einfach gut an. Ein eigener Reinigungsservice wird ebenfalls geboten. Eine chemische Reinigung mit anschließender Imprägnierung runden den Kundenservice ab. Nahegelegene Feuerwehren bringen die Kleidungsstücke gerne persönlich und jeder, dem der Weg zu weit ist, verschickt die guten Stücke ganz bequem mit der Post.

Hier in der Firmenzentrale in Leibnitz/Steiermark laufen sprichwörtlich alle Fäden zusammen.

Die Situation in der Ukraine lässt auch Gerhard Pfeifer nicht kalt. Er und sein Team haben schon mehrere Hilfsaktionen umgesetzt.

Turbulente Zeiten und Hilfe für die Ukraine

Doch bei all den positiven Meldungen aus dem Hause Pfeifer gehen auch die momentanen (globalen) Entwicklungen nicht am Feuerwehrausstatter Pfeifer vorbei. „Die Kosten für Rohstoff- und Energiepreise sind regelrecht explosionsartig im Ansteigen und für nahezu alle Bereiche in unserem Betrieb suchen wir Mitarbeiter, die nur sehr schwer zu finden sind“, beschreibt Gerhard Pfeifer die aktuellen Herausforderungen. Aber auch der Krieg in der Ukraine beschäftigt das Team von Gerhard Pfeifer. Schon im Frühjahr wurden in Eigeninitiative mehrere Paletten mit notwendiger Feuerwehrausrüstung an die ukrainischen Feuerwehren, die unermüdlich im Einsatz sind, gespendet.

Im Sommer wurde erneut innerhalb weniger Tage das gesamte Lager geräumt, in Schachteln verpackt, auf Paletten geschlichtet und für den Transport in die Ukraine auf LKWs verladen.

Mit Hilfe des gesamten Pfeifer-Teams konnten so insgesamt 30 Paletten mit voll funktionstüchtigen Helmen, Stiefeln, Schutzhandschuhen, Overalls, Anoraks, Thermohosen, Dienst-, Einsatz- und Schutzkleidung, Regen- und Winterkleidung, Softshell-Jacken, Fleece-Westen und Pullover im Gesamtwert von 194.000 Euro an die Ukraine gespendet werden. „Wir hoffen, dass wir unseren ukrainischen Kameraden mit unserer Spende zumindest ein kleines bisschen Erleichterung verschaffen können“, fasst Gerhard Pfeifer zusammen.

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