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21 bewohner

gerettet

21 Bewohner Gerettet

TEXT BFK MÖDLING
FOTOS LUKAS DERKITS & PAULTHORWALD FASTNER PRESSESTELLE BFK MÖDLING

Ein Feuer nach einer gemeldeten Explosion in einem Hochhaus in Mödling hatte einen Großeinsatz zur Folge, bei dem auch 21 Bewohner gerettet werden mussten.

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UMGEHEND WURDEN VON DER EINSATZLEITUNG WEITERE KRÄFTE UND HUBRETTUNGS-GERÄTE ANGEFORDERT«
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Gegen 07:00 Früh langten zahlreiche Notrufe in der Bezirksalarmzentrale Mödling ein, die einen Brand nach einer Explosion in einem Hochhaus im Stadtgebiet von Mödling meldeten. Aufgrund der bereits zu diesem Zeitpunkt vermuteten Anzahl an eingeschlossenen Personen wurden die Feuerwehren Mödling und Wiener Neudorf mit dem Meldebild Wohnhausbrand (Alarmstufe B3) zum Brandeinsatz alarmiert.

Vollbrand im Erdgeschoss, abgeschnittene Fluchtwege

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohnung im Erdgeschoss des sechsgeschossigen Hochhauses in Vollbrand. Zu diesem Zeitpunkt war das Stiegenhaus bereits stark verraucht und der Fluchtweg für die Bewohner daher abgeschnitten. Zahlreiche Bewohner machten sich auf Balkonen des Gebäudes bemerkbar und riefen um Hilfe. Umgehend wurden durch den Einsatzleiter weitere Feuerwehren, darunter auch zusätzliche Hubrettungsgeräte der umliegenden Feuerwehren zur Einsatzstelle nachalarmiert.

Personenrettung über Teleskopmastbühne

Mittels Teleskopmastbühne der Feuerwehr Mödling konnten bereits in der Erstphase sieben Personen von Balkonen aus den zum Teil verrauchten Wohnungen gerettet werden.  Zeitgleich wurde begonnen mit drei Rohren im kombinierten Innen- und Außenangriff den Brand zu bekämpfen. In Summe wurden durch Hubrettungsgeräte und über das Stiegenhaus 21 Personen von der Feuerwehr aus dem Hochhaus gerettet.

Eine Wohnung im Erdgeschoss stand beim eintreffen bereits in vollbrand.

Drei Verletzte

Laut Angaben des Rettungsdienstes wurden durch den Brand drei Personen verletzt, eine davon schwer. Die schwer verletzte Person musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Die restlichen Bewohner wurden durch das mit einem Großaufgebot im Einsatz gestandene Rote Kreuz in einer nahegelegenen Kirche betreut. Vor dem Gebäude wurde ein Atemschutzsammelplatz errichtet. Durch den Atemluftcontainer der Feuerwehr Perchtoldsdorf konnten die leeren Atemschutzflaschen vor Ort gefüllt werden.

Wohnungen gewaltsam geöffnet

Um auszuschließen, dass sich noch weitere Personen in den Wohnungen befanden, wurden im Einsatzverlauf nahezu alle 12 Wohnungen des Hochhauses gewaltsam geöffnet. Um diese wieder verschließen zu können, wurden durch die Berufsfeuerwehr Wien mit dem Sondergerätefahrzeug 10 Baustellentüren zum Einsatz geliefert. Ein Baumeister, ein Statiker und das Bauamt der Stadtgemeinde Mödling beurteilten die Schäden in der Wohnung, konnten jedoch keine Einsturzgefahr feststellen. Die Brandwohnung sowie angrenzende Wohnungen wurden durch die Brandintensität und die Rauchgase schwer in Mitleidenschaft gezogen.

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EINE DROHNE DER FEUERWEHR MÖDLING ERLEICHTERTE DIE ERKUNDUNG VON AUSSEN.«
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Der Fluchtweg über das Stiegenhaus war aufgrund der starken Rauchentwicklung abgeschnitten.

Verstärkung für mehrere Aufgaben

Neben den Feuerwehren aus Mödling und Wiener Neudorf standen die Feuerwehren Maria Enzersdorf, Brunn am Gebirge, die Feuerwehr Perchtoldsdorf mit dem Atemluftcontainer, die Feuerwehr Guntramsdorf mit dem Einsatzleitfahrzeug und die Feuerwehr Baden Stadt im Einsatz. Die Feuerwehr Baden Stadt wurde mit der Drehleiter zum Einsatz gerufen, um die verbleibenden, nicht im Einsatz gestandenen Drehleitern des Bezirkes für etwaige andere Einsätze freizuhalten. Auch eine Erkundung von außen wurde mittels Drohne der Feuerwehr Mödling durchgeführt.

Um die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes aber auch die Bewohner zu versorgen, wurde mit dem Logistikfahrzeug der Feuerwehr eine Versorgungstelle aufgebaut. Vielen Dank an das Gasthaus Keller Gumpoldskirchen, welches binnen kürzester Zeit eine warme Mahlzeit bereitstellen konnte.

Acht Wehren im Einsatz

Im Einsatz standen acht Feuerwehren aus drei Bezirken und zwei Bundesländern mit über 120 Einsatzkräften. Wir bedanken uns bei allen eingesetzten Kräften für die gute Zusammenarbeit!

Besonders lobenswert verhielten sich die eingeschlossenen Bewohner, welche ruhig blieben und nicht versuchten, über das verrauchte Stiegenhaus zu flüchten.

So gut wie alle Wohnungen wurden gewaltsam geöffnet, um nach Personen zu suchen.

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