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SCANIA-POWER FÜR GRAZ

Scania-Power für Graz

TEXT ANDRÉ STANGL & SCANIA
FOTOS SCANIA

Wenn in Graz der Melder geht, zählt nur eins: Dass die Fahrzeuge abliefern. Die Berufsfeuerwehr Graz hat ihren Fuhrpark mit neun neuen Scania-Einsatzfahrzeugen aufgerüstet – vom HLF über SRF und WLF bis zur Drehleiter. Mehr Leistung, mehr Sicherheit, mehr Ruhe im Kopf, wenn es brennt.

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Im Einsatz braucht man Technik, DER MAN VERTRAUT.
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Mannschaft und Maschinen vereint Die Grazer Berufsfeuerwehr vor ihrer neuen Scania-Flotte – einsatzbereit, fokussiert und sichtbar stolz auf das eigene Handwerkszeug.

Wenn Hightech auf Blaulicht trifft

Man stelle sich vor, man steigt um drei Uhr früh, halb verschlafen, halb Adrenalin, ins Fahrerhaus – und alles fühlt sich sofort vertraut an. Genau darum geht es bei den neuen Scania-Fahrgestellen der Berufsfeuerwehr Graz: 4×2, 4×4 und 6×2*4, kombiniert mit kräftigen Motor-Getriebe-Paketen, die nicht diskutieren, sondern liefern.

Hohe Traktion, satte Stabilität, auch wenn die Straße nass, eng oder komplett zugeparkt ist. Die ergonomischen Fahrerhäuser sind so ausgelegt, dass man auch nach mehreren Einsätzen am Stück konzentriert bleibt. Diese Fahrgestelle sind nicht fürs Schaufenster gebaut, sondern für den Alltag, wenn „Alltag“ bedeutet, dass jederzeit alles passieren kann.

HLF: Der Allrounder im ersten Angriff

Die drei neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge mit Rosenbauer-Aufbau auf Scania-Allradfahrgestell sind die Allrounder der BF Graz – Erstausrücker für Brand und technische Hilfeleistung. Jeder Sitzplatz ist mit einem Langzeit-Pressluftatmer ausgerüstet, man ist also schon beim Einsteigen im Angriffsmodus.

Im Tank warten 3.000 Liter Löschwasser und 100 Liter Schaummittel, gespeist über eine Rosenbauer N35-Pumpe mit Variomatic Schaumzumischung. Damit spielt man flexibel zwischen Wasser- und Schaumabgabe. Allradantrieb bringt einen dorthin, wo andere aufgeben würden – steile Hofeinfahrten, winterliche Steigungen, enge Gassen.

Dazu kommen Lichtmast, leistungsstarkes Stromaggregat und eine umfassende Beladung mit hydraulischem Rettungssatz. Vom Verkehrsunfall bis zum Zimmerbrand ist dieses HLF so gebaut, dass man nicht lange überlegen muss, sondern einfach rausgeht und arbeitet.

SRF: Schweres Gerät, klar strukturiert

Wenn tonnenschwere Lasten bewegt oder verformte Karosserien geöffnet werden müssen, kommt das schwere Rüstfahrzeug ins Spiel – in Graz mit EMPL-Aufbau auf Scania-Fahrgestell. ALU-Tech Sandwich-Paneele sitzen über einem vierpunkt-gelagerten, feuerverzinkten Stahlgrundrahmen. Übersetzt: Das Ding ist auf Dauerbelastung ausgelegt.

Staub- und wasserdichte Aluminium-Rollläden, robuste Unterflurklappen und Lichtbänder mit kontaktfreien Schaltern sorgen dafür, dass man bei Regen, Dreck und Dunkelheit funktionell arbeiten kann. Oben wartet ein begehbares Dach mit klappbarer Leiter und Dachkasten aus eloxiertem Aluminium, ideal für zusätzliche Ausrüstung. Der EMPL-Function-Light-Lichtmast mit acht LED-Scheinwerfern macht die Nacht zum Tag. Zur Beladung gehören u. a. ein 13-kVA-Stromaggregat, hydraulischer Rettungssatz, Hebekissensatz, Rettungsplattform, Stahlwinden, Kettensäge, Abstützsysteme und Spezialwerkzeuge für die Grazer Straßenbahn-Infrastruktur. Im Heck: eine Rotzler Treibmatic TR080 Seilwinde mit 8t Zugkraft und ein Palfinger PK 18502-SH Ladekran. Kurz: Wenn es schwer und kompliziert wird, ist dieses SRF der Problemlöser.

SCANIA STÄRKT GRAZ
Mit neun modernen Scania-Einsatzfahrzeugen rüstet sich die BF Graz für zukünftige Herausforderungen – mehr Leistung, mehr Sicherheit, mehr Reserven im Ernstfall. Die Flotte ist konsequent auf Effizienz und Verlässlichkeit getrimmt und gibt der Mannschaft genau das Vertrauen, das sie im Einsatz braucht,

Drehleitern: Höhenrettung mit Feingefühl

Drei neue Magirus-Drehleitern des Typs M32L-AT auf Scania-Fahrgestell verstärken die Luftflotte der BF Graz. Wer schon einmal mit einer Drehleiter in engen Innenstadtstraßen gearbeitet hat, weiß: Wendigkeit schlägt PS. Die Hinterachszusatzlenkung sorgt dafür, dass man präzise um Kurven kommt, die andere meiden. Für die Brandbekämpfung steht ein aufsteckbarer elektrischer Wasserwerfer zur Verfügung, der flexibel eingesetzt werden kann – perfekt, wenn man zwischen Menschenrettung am Korb und Löschangriff schnell umdenken muss. Dass alle drei Leitern vom selben Typ sind, vereinfacht Ausbildung, Wartung und Einsatzabläufe. Kennt man ein Fahrzeug, kennt man im Prinzip alle.

WLF: Die Lastesel im Hintergrund

Wechselladerfahrzeuge sind selten die Cover-Models, aber sie halten den Laden am Laufen. Die neuen WLF auf Scania-Basis setzen auf G-Fahrerhäuser, effiziente Antriebsstränge und ein 18-Tonnen-Hakengerät. Dazu kommen individuell angepasste Aufbauten und Hebewerkzeuge, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Grazer.

Diese Fahrzeuge zeigen ihre Stärke vor allem im Hintergrund: Containerlogistik bei Großschadenslagen, Nachschub, Räumung, Sonderaufbauten. Wenn man gesehen hat, wie ein gut organisierter WLF-Verkehr einen Einsatz entlastet, weiß man, warum das keine Nebensache, sondern das Rückgrat des Systems ist.

Vertrauen auf Knopfdruck

Unterm Strich steht mehr als nur ein neuer Fuhrpark in der Halle. Die BF Graz hat ein klares Statement gesetzt: Im Ernstfall soll man in ein Fahrzeug steigen, dem man blind vertraut – technisch, ergonomisch, taktisch. Die neuen Scania-Einsatzfahrzeuge sind genau darauf ausgerichtet.

Die eigentliche Frage ist: Kann man dem eigenen Fahrzeug so sehr vertrauen, dass man ohne zu zögern einsteigt, wenn es brenzlig wird? In Graz lautet die Antwort ab jetzt sehr deutlich: Ja.

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