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SCHLAUCH RENNEN

DER EXTRAKLASSE

Schlauch Rennen der Extraklasse

TEXT HERMANN KOLLINGER
FOTOS LEV BAYERN

In GARMISCH-PARTENKIRCHEN ging im März die 1. Bayerische FeuerwehrSkimeisterschaft anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Landesfeuerwehrverbandes Bayern unter der Schirmherrschaft u.a. von Joachim Herrmann, MdL, Staatsminister des Innern, für Sport und Integration über die Bühne.

Am weltberühmten Gudiberg traten über 300 Starterinnen und Starter aus insgesamt fast 60 Feuerwehren aus ganz Bayern zum Riesenslalom Ski-Alpin an. Laut dem sportlichen Leiter des Rennens Markus Anwander (ehem. Bundestrainer Alpin; Leiter Olympiastützpunkt Bayern, Außenstelle GAP) war dies damit eines der größten Feuerwehr-Skirennen in der Geschichte dieser Veranstaltungen. Dass bei dieser Skimeisterschaft Feuerwehrleute auf einem etwas anderen Einsatz auf der Piste waren, war weithin an den zahlreichen Einsatzfahrzeugen rund um das Olympiastadion, u.a. der Sponsoren BMW Group und Magirus Group, sichtbar.

Schwierige Bedingungen 

Die Pistenbedingungen waren aufgrund der Wetterlage der vorangegangenen Tage schwierig, der Kurs musste verkürzt und der Rennstart verschoben werden. Ski-Ass Felix Neureuther persönlich griff zur Schaufel, um die Piste für die teils weit angereisten, überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrleute vorzubereiten, bevor er den Riesenslalom dann gegen 10:00 Uhr als Vorläufer eröffnete. Das Wetter konnte der Stimmung unter den Feuerwehrleuten nichts anhaben, dafür sorgte auch Moderator Roman Roell, bekannt aus dem Bayerischen Rundfunk. Unter den Startern waren nicht nur Feuerwehrleute aus ganz Bayern – ob weit gereist aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld oder heimisch in Landkreis Garmisch-Partenkirchen – auch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration war vertreten durch Ministerialdirigent Gunnar Wiegand an den Start gegangen, ebenso wie Johann Eitzenberger, Vorsitzender des LFV Bayern.

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AUFGRUND DER WETTERLAGE WAREN DIE PISTENBEDINGUNGEN NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN
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Die Trophäen des einmaligen Schlauchrennens gingen an:


Platz 1:
FF Pfaffenhofen an der Im, Team I
Platz 2:
FF Kolbermoor, Team „Koibamoora Schlauchis“
Platz 3:
FF Kainsbach

Schlauchrennen als Highlight

Ein Highlight der 1. Bayerischen Feuerwehr-Skimeisterschaft war das erste „Schlauchrennen“ nach den Original „Hose race“- Regeln des FDNY (Fire Departement City of New York) in Deutschland. 52 Mannschaften – bestehend aus je fünf Feuerwehrleuten – waren in ihrer Feuerwehrschutzkleidung angetreten, um gemeinsam verbunden durch einen Feuerwehrschlauch in den Händen einen Riesenslalom zu absolvieren. Diesen einmaligen Bewerb ließen sich nicht nur die Teams der zahlreichen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren nicht entgehen, sondern auch unsere Sponsoren HAIX und Magirus schickten je ein Team ins Rennen. Die Teams gaben alles, um gemeinsam ins Ziel zu kommen: Ob auf nur noch einem Ski oder mit dem Schlauch von den Kameradinnen und Kameraden über die Ziellinie gezogen, Hauptsache die Hände der Feuerwehrleute waren im Zieleinlauf am Schlauch, um keine Zeitstrafe zu kassieren. Schließlich entging den wachsamen Augen der extra dafür eingesetzten Schiedsrichter der Kreisbrandinspektion Garmisch-Partenkirchen KBI Herbert Maurus und KBM Josef Gschwendtner nicht der kleinste Regelverstoß.

Trotz wachsamer Augen der Schiedsrichter standen beim Schlauchrennen der olympische Gedanke und der Spaß an erster Stelle: Gewinner des Rennens ist nicht die schnellste Mannschaft, sondern diejenige, die der Mittelzeit aller Mannschaften am nächsten liegt. Für alle Beteiligten aber auch für die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer war das eine „riesen Gaudi‘

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"UNTER BEOBACH TUNG VON FELIX NEUREUTHER GABEN ALLE IHR BESTES
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Zum ersten Mal wurde dieser Event abgehalten und es war ein voller Erfolg für die Organisatoren. Auch die Teilnehmer und Zuseher waren begeistert. Grund für die Durchführung der 1. Bayerischen Feuerwehr Skimeisterschaft war das 30-jährige Bestehen des LFV Bavern.

Nicht die schnellste Mannschaft gewinnt das Schlauchrennen, sondern jene, die der Mittelzeit aller Mannschaften am nächsten liegt.

Fulminante Siegerehrung

Die Siegerehrung fand abends in der Bayernhalle statt, wo unter großem Jubel und Live-Musik der „Edelweiß Bluegrass Band“ die Siegerinnen und Sieger ausgiebig gefeiert wurden. Ministerialdirigent Gunnar Wiegand, Landrat Anton Speer und die 2. Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen Claudia Zolk dankten den anwesenden Feuerwehrleuten für ihren unersetzlichen ehrenamtlichen Dienst in der Gesellschaft und ließen es sich nicht nehmen, die Ehrenpreise an die Bayerischen Meister dieser 1. Bayerischen Feuerwehr-Skimeisterschaft zu übergeben. Die Gewinner des Schlauchrennens durften sich zudem über neue Helme von Magirus für jedes Teammitglied freuen. Aber auch alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die keine der begehrten Trophäen ergattern konnten, mussten nicht mit leeren Händen abreisen: Für sie gab es jeweils eine Urkunde und bereits zu Rennbeginn zu jeder Startnummer eine kleine Aufmerksamkeit unserer Sponsoren, etwa einen Schlauchschal von HAIX, der so manchen sicherlich über den winterlichen Tag gerettet hat.

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