Mit

Überlegenheit

Flexibel

Mit Überlegenheit flexibel

TEXT GERNOT FRIESCHER
FOTOS LUKAS

Sie entwickelten das weltweit erste hydraulische Schneidgerät für Einsatzkräfte. Knapp fünfzig Jahre später veränderte LUKAS abermals die Welt der hydraulischen Rettungsgeräte. Ausgestattet mit einem Akku anstelle von Schläuchen und

Aggregaten wurde eine nie dagewesene Flexibilität erreicht. Ohne Leistungseinbußen präsentieren sich die eDRAULIC-Geräte von LUKAS bereits in der zweiten Generation.

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Es sind keinerlei Leistungseinbußen gegenüber schlauchgebundenen Geräten zu verzeichnen.
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Viele Feuerwehren müssen in der Realität wesentlich öfter zu Autounfällen als zur Brandbekämpfung ausrücken. Gehören dann auch noch Autobahnen in den Einsatzradius einer Feuerwehr, stellen stark deformierte Kraftfahrzeuge eine besondere Herausforderung und Belastung für Rettungskräfte dar.
(Schwer-) Verletzte Personen müssen oftmals unter enormem

Aufwand aus den Wracks befreit werden, bevor ihnen geholfen werden kann. Daher gilt die Aufmerksamkeit vieler Beschaffer zurecht den hydraulischen Rettungsgeräten wie Spreizer, Schneidgerät oder Rettungszylinder, die in solchen Fällen ein unverzichtbares Werkzeug der Ersthelfer darstellen.

S788 E2

SP 777 E2

Entwickelt mit Erfahrungen aus realen Einsätzen

Vielleicht erinnern sich noch manche von Ihnen, als sich die Fachpresse 2010 nahezu überschlug, als das in Erlangen ansässige Unternehmen LUKAS den ersten vollwertigen elektrohydraulischen Rettungssatz der Welt vorstellte. Mit der eDRAULIC-Serie befreite LUKAS alle Retter um den Globus von Schläuchen oder Aggregaten ihrer Rettungsgeräte. Bemerkenswert bereits in der ersten Generation war die Tatsache, dass im Akkubetrieb die gleiche Leistung der

aggregatbetriebenen Geräte abrufbar war. Das Zusammenspiel von der Mobilität elektrohydraulischer Rettungsgeräte gepaart mit der Leistung schlauchgebundener Werkzeuge stellte eine überlegene Kombination dar und tut es auch heute noch. Auch benötigen Geräte mit eDRAULIC wesentlich weniger Stauraum im Einsatzfahrzeug und können je nach Gerätetyp –
wie zum Beispiel das Flaggschiff-Model S 788 E 2 – um bis zu 50 %
weniger Gewicht als ein herkömmlicher Rettungssatz aufweisen.

eDRAULIC 2.0
DIE VORTEILE

  • Retten wird schneller und sicherer
  • Bis zu 50 % leichter als konventionelle Rettungssätze
  • Dank On-Off-Prinzip mit einem Knopfdruck loslegen
  • Deutlich weniger Platzbedarf im Einsatzfahrzeug
  • Maximale Bewegungsfreiheit
  • Ein Akku für alle Geräte
  • Permanente Ladestandanzeige

eDRAULIC 2.0 – Von allem etwas mehr

„Auch wenn eine Produktserie bereits am Markt verfügbar ist, hören wir nicht auf die Erfahrungen und Werte aus realen Einsätzen zu analysieren. Vier Jahre lang haben wir die Anliegen und Erfahrungen unserer Kunden ausgewertet. Mit der eDRAULIC 2.0 präsentierten wir schließlich eine verbesserte Version unseres erfolgreichen Akku-Konzeptes“, so Carsten Sauerbier, Vice President des Engineerings. Ihm kann man durchaus Glauben schenken, immerhin sind es seine Kollegen sowie die des Sales-Teams, die in engstem Kontakt mit Kunden weltweit stehen und über deren Ansprüche und Bedürfnisse bestens Bescheid wissen. Doch was genau sind nun die signifikanten Verbesserungen der

eDRAULIC 2.0, fragt man sich? „Mehr Leistung bei weniger         
Gewicht; eine Halbierung der Arbeitszeit des Gerätes und eine signifikante Erweiterung des Produktportfolios“, werden als wichtigste Neuerungen im Hause LUKAS zusammengefasst. Eine kompaktere und leichtere Bauweise mit optimierter Ergonomie verbessert die Performance der Geräte und steigert die Geschwindigkeit im Ernstfall. „Immerhin bauen wir auf ein Fundament aus einer über 40-jährigen Erfahrung von globalen Einsatzszenarien sowie unserer Ingenieursleistung Made in Germany“, so Marketingmanagerin Jessica Forster.

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INTUITIVE BEDIENUNG UND UNBEGRENZTER ARBEITSRADIUS SPRECHEN FÜR GERÄTE MIT eDRAULIC
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Ein Kraftpaket – Der Hochleistungs-Akku

Um auch wirklich den kritischsten Anforderungen gerecht zu werden, greift man bei LUKAS nicht auf einen Akku von der Stange zurück. In enger Kooperation mit einem führenden Batterie- bzw. Akkuhersteller wurde ein eigener Hochleistungs-Akku entwickelt. Praxisorientiert ist auch der Umstand, dass dieser Universal-Akku für alle Geräte verwendet werden kann. Das Wechseln eines Akkus während eines Einsatzes hingegen wird durch das beleuchtete Akku-Fach enorm erleichtert. Bei solchen hilfreichen Details zeigt sich eben der enge Kontakt der Vertriebsmannschaft mit den Kunden.

Damit die Geräte mit eDRAULIC 2.0 auch wirklich stets einsatzbereit sind, ist die Selbstentladung des Akkus so gering, dass die volle Kraft auch noch nach 6 Monaten Standzeit zur Verfügung steht.  Mit einer Kapazität von 5 Ah wurde die Betriebsdauer in der Version eDRAULIC 2.0 sogar verdoppelt! Von diesem „Kraftpaket“ eines Akkus profitieren jedoch auch Kunden mit Geräten einer älteren eDRAULIC-Generation, denn der Hochleistungs-Akku ist auch für ältere Geräte kompatibel.

Tabellen spiegeln nicht immer die Realität

Wer sich ernsthaft mit der Anschaffung von elektrohydraulischem Gerät befasst, stößt unweigerlich auf diverse Tabellen und Zahlenvergleiche. Doch wer diese nicht richtig zu interpretieren versteht, der kann rasch ein falsches Bild der Performance erhalten. Oft glänzen z.B. Schneidgeräte mit ihren technischen Daten auf dem Papier. Doch dies entspricht nicht zwangsläufig der tatsächlichen Schneidleistung im realen Einsatz. Das ist so ähnlich wie die Herstellerangaben des Verbrauchs eines Pkw im Vergleich

zum realen Verbrauch. Der Grund liegt darin, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen theoretisch ermittelten und tatsächlich im Einsatz benötigten Kräften gibt.
Bei LUKAS versicherte man uns, Hauptaugenmerk eben auf die tatsächliche Schneidleistung zu legen, welche unter realen Bedingungen bis zu 70 % über denen von herkömmlichen Schneidgeräten liegt. Das unabhängig, ob der Betrieb über Akku oder Generator erfolgt.    

ZURECHT STOLZ AUF IHRE “INNOVATIONEN”:
Uwe Kirchner, Pesident IDEX Fire & Safety und Carsten Sauerbier, Vice President Engineering (v.l.n.r.)